Aktuelles und Sonderaustellung

SONDERAUSTELLUNG

Pirogues – Todjivu

Dezember 2021 – Oktober 2022

 

Einführung des Sammlers, Marc Arbogast

Vodou wird vor allem in Benin und Togo, aber auch in Ghana und Nigeria, praktiziert – dies von den Adja, Fon, Yoruba, Ewé, Kabyé, Ouatchi und Mina Völkern.

Es handelt sich hierbei vor allem um die Bevölkerungen der Küsten, im Süden dieser Länder. Einige Vodous finden ihren Ursprung in den Naturelements.

Andere werden mit Tieren oder auch mit Vorahnen in Verbindung gebracht. Für die Sonderausstellung „Pirogen – Todjivu“ wollten wir jene Vodous in den Vordergrund stellen, welche für die verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Sklavenküste von besonderer Bedeutung sind.

Die Boote offenbaren diverse Zwecke und Funktionen, von jenen welche Sklaven in sich tragen hin zu jenen, welche die Reise ins Jenseits darstellen. Unter dem Erscheinungsbild eines Krokorild trifft der Vodou Adjakpa, Beschützer der Fischer jedoch auch Verschlinger von Menschen, auf. Tohossou und Abikou sind ihrerseits zuständig für den Kreislauf der Reinkarnation der Toten.

Der symbolische Wert der Fetische spiegelt dabei die Dualität ihrer Macht wider, hin- und hergerissen zwischen dem Schutz, den sie bieten, und der Bestrafung, welche sich verhängen können. Jedoch sind diese Objekte ebenfalls der perfekte Ausdruck der artistischen und gefühlreichen Kunst der Fetischhersteller des Vodous – vor allem auch deshalb, weil es sich um besonders seltene Objekte handelt. *(Piroge in der Fongbè Sprache)

 
 

cp : Pascal BECK , Julien Gérard (lac)

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