{"id":14230,"date":"2025-09-22T17:38:01","date_gmt":"2025-09-22T15:38:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/?p=14230"},"modified":"2025-09-30T16:20:44","modified_gmt":"2025-09-30T14:20:44","slug":"deutsche-version-der-sonderausstellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/","title":{"rendered":"Deutsche Version der Sonderausstellung"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"14230\" class=\"elementor elementor-14230\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-52b5e17 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"52b5e17\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-36e18a4\" data-id=\"36e18a4\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-57579f7 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"57579f7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>Im Licht der Unsichtbaren: die Sammlung ohne Vorhang<\/h3><h2>Sonderausstellung vom 16. Oktober 2025 bis zum 22. Juni 2026<\/h2><p>In einem Museum gibt es vom ausgestellten bis zum aufbewahrten Objekt nur einen Ort der Ausstellung.<\/p><p>Nach einer umfassenden Neuorganisation seines Depots gew\u00e4hrt das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou nun einen Blick hinter seine Kulissen.<br \/>MuseumsDepote sind h\u00e4ufig unzug\u00e4nglich und werden als Lagerr\u00e4ume wahrgenommen. Doch in Wahrheit sind sie das lebendige Herzst\u00fcck der Museen. Sie erlauben die Aufbewahrung, Erforschung und Weitergabe von Objekten.<br \/>Sie beinhalten durchschnittlich mehr als 85 % der Objekte einer Sammlung, die als \u201ezu empfindlich\u201c, \u201eau\u00dferhalb des Themas\u201c oder \u201eweitere Informationen ben\u00f6tigend\u201c eingestuft werden.<\/p><p>Mit dieser neuen Ausstellung m\u00f6chte das Museumsteam die Grunds\u00e4tze der Denkmalpflege, der technischen Einschr\u00e4nkungen des Depots, die entscheidende Rolle der Bestandsaufnahme sowie die ethischen Herausforderungen und Kontroversen rund um die Praktiken des Museums thematisieren. <br \/>Was ist die Rolle eines Museums? Woher stammt die Sammlung des Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou? Wie bewahrt man Objekte aus organischen Materialien auf, die zum Teil schnell vergehen und mitunter heilig sind? Und wie kann man \u00fcber diese Objekte sprechen? Welchen Anteil nimmt das Unsichtbare ein, das wir mit uns tragen \u2013 selbst im Museum? Was kann man aufbewahren und f\u00fcr wie lange? Kann man alle Objekte zeigen? Und wem geh\u00f6ren sie letztendlich? Wie lassen sich strenge Museumsstandards und \u00f6kologische Anforderungen miteinander vereinbaren?<\/p><p>Anhand der Geschichte der Arbogast-Sammlung tauchen wir in die Geografie und die Geschichte des Wodu ein. Jedes Objekt erz\u00e4hlt eine komplexe Geschichte zwischen lebendigen Praktiken, westlichen und afrikanischen Sichtweisen sowie museumskundlichen Entscheidungen.<\/p><p>Im Laufe des Rundgangs laden wir die Besucher*Innen dazu ein, die grunds\u00e4tzliche Aufgabe des Museums zu hinterfragen. Denn Sch\u00fctzen, Interpretieren und Ausstellen sind keine neutralen Aufgaben. Sie sind eine Verpflichtung und manchmal auch ein Dilemma. Als selbstfinanziertes Vereinsmuseum steht das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou zu seiner Einzigartigkeit: Die Bewahrung einer reichen F\u00fclle der kollektiven Erinnerung, ein zerbrechliches Erbe lebendiger Kulturen, in einem denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude mit begrenzten Mitteln.<br \/>\u201eSichtbarmachung der Unsichtbaren\u201c ist gleichzeitig eine Ausstellung, eine Untersuchung und eine Einladung zum gemeinsamen Nachdenken \u00fcber den Platz, den wir dem kulturellen Erbe einr\u00e4umen \u2013 heute und in der Zukunft.<\/p><p>Adeline Beck<\/p><h4>Das Ausstellungsteam<\/h4><p>Sammler: Marie-Luce und Marc Arbogast <br \/>Ausstellungsgestaltung: Adeline Beck <br \/>Szenographie: Ana-Carolina Gonzalez Palacios <br \/>Wissenschaftliche Redaktion: Elise Matt-Gehringer, Catherine Elsensohn, Jean-Yves An\u00e9zo, Adeline Beck, K\u00e9fil Houssou, Ana-Carolina Gonzalez Palacios, Alice Niemi, Micha\u00ebl Mailfert, Maria Hirica<\/p><h4>Zusammenstellung der Sammlung und Neugestaltung des Depots:<\/h4><p>Katia-Myriam Borth-Arnold, Catherine Elsensohn, Adeline Beck, Ana-Carolina Gonzalez Palacios, Alice Niemi, Maria Hirica, Pascal Beck, Taner Tasar, Lo\u00efc An\u00e9zo, Evelyne Beck, Iyad Chambet, Jade Schreckenberg, Natalia Lorena Cocis. <br \/>Podcast: Kawati Studios<\/p><h4>Unterst\u00fctzer des Projekts:<\/h4><p>Compagnons du devoir, Fondation du patrimoine du Cr\u00e9dit Agricole, Soci\u00e9t\u00e9 des Amis des Arts et des Mus\u00e9es de Strasbourg, EFH destination Strasbourg, Cr\u00e9dit Mutuel, Maison Klein, Eurom\u00e9tropole de Strasbourg J. G\u00e9rard, D. Gehringer, F. Undreiner, G. Jean-Charles, S. Freyzs.<\/p><h2>Vorwort des Sammlers<\/h2><p>Ich bin sehr froh \u00fcber die Entscheidung des Teams des Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou, mit dieser Ausstellung die Bedeutung und die Funktion eines Museums zu beleuchten. Das Ziel des Teams ist es, die Konservierungsarbeit hervorzuheben, indem es unser Depot der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich macht, was \u00e4u\u00dferst selten vorkommt.<\/p><p>Seit jeher bildet die Sammlung kultureller Objekte eine Br\u00fccke zwischen den V\u00f6lkern, die gegenseitiges Verst\u00e4ndnis und interkulturellen Dialog erm\u00f6glicht. Trotzdem ist es unbestreitbar, dass bestimmte Objekte, die in der Vergangenheit dazu bestimmt waren, verehrt oder in Ritualen verwendet zu werden, heute zu Sammlerst\u00fccken geworden sind und manchmal zu Gr\u00fcnden f\u00fcr Spekulationen. Die \u00d6ffentlichkeit hat nur noch begrenzten oder kommerzialisierten Zugang. Diese Spannung wirft grundlegende Fragen bez\u00fcglich des Wertes, der R\u00fcckgabe sowie der Erhaltung von kulturellem Erbe auf.<\/p><p>Die Vorgehensweise von Marie-Luce und mir ist Teil dieser \u00dcberlegungen. Wir haben eine einzigartige Sammlung von Wodu-Objekten zusammengestellt, und zwar nicht aus Profitgier, sondern aufgrund des ehrlichen Willens, den Reichtum dieser Kultur zu verstehen, zu lieben und weiterzugeben. Diese Objekte, die oft dazu bestimmt waren, in Vergessenheit zu geraten oder zerst\u00f6rt zu werden, waren f\u00fcr uns eine Schule des Lernens, ein k\u00fcnstlerischer Ausdruck sowie ein Tr\u00e4ger sozialer, religi\u00f6ser und \u00f6kologischer Geschichte.<\/p><p>Die Sammelt\u00e4tigkeit wurde mit Respekt und Integrit\u00e4t durchgef\u00fchrt: Jeder Kauf war freiwillig, der geforderte Preis wurde gezahlt, ohne Zwang oder Spekulation und kein einziges unserer St\u00fccke wurde jemals weiterverkauft. Wenn Fehler oder Kopien entdeckt wurden, wurden diese nicht in die Sammlung aufgenommen, was unser Engagement f\u00fcr die Wahrung der Authentizit\u00e4t bezeugt. Unser Ziel war niemals Gewinn, sondern Bildung und Respekt f\u00fcr diese Kulturen.<\/p><p>Au\u00dferdem wollten wir mit dieser Sammlung eine schriftliche Spur hinterlassen und die religi\u00f6se, soziale und \u00f6kologische Bedeutung des Wodu tiefgreifend dokumentieren, um so zu einer besseren Anerkennung dieser oft missverstandenen Religion beizutragen. Wir haben versucht, diese Tradition in ihrer Komplexit\u00e4t zu respektieren und zu w\u00fcrdigen, indem wir an Zeremonien teilgenommen und mit Experten und unserem Team zusammengearbeitet haben. Die neuere Geschichte dieser Sammlung, die nach 1974 zusammengetragen wurde, steht im Einklang mit der Welterbekonvention der UNESCO. Das best\u00e4rkt unsere \u00dcberzeugung, dass es sich bei diesem Projekt weder um Raub noch um die Pflicht zur R\u00fcckgabe handelt, sondern vielmehr um einen Beitrag zur Aufwertung eines Kulturerbes. Die Anerkennung der Regierung von Benin \u2013 insbesondere im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem zuk\u00fcnftigen Museum von Porto-Novo \u2013 beweist die Glaubw\u00fcrdigkeit und die Legitimit\u00e4t unseres Engagements.<\/p><p>Das Ziel dieser Ausstellung ist es, den Reichtum des Wodu zu entdecken und wertzusch\u00e4tzen, indem die Bedeutung dieser Kultur in der Geschichte, der sozialen Organisation, der Heilkunde und der \u00d6kologie der Region unterstrichen wird. Es handelt sich um mehr als eine einfache Sammlung von Objekten. Stattdessen geht es um eine Botschaft der Offenheit, des Respekts und der Anerkennung gegen\u00fcber einer jahrtausendealten Tradition, deren Einfluss weit \u00fcber die Grenzen Westafrikas hinausreicht.<\/p><p>M. Arbogast<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-0536e88 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"0536e88\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-84bbffe\" data-id=\"84bbffe\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-911af22 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"911af22\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ee74a7a elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"ee74a7a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">gro\u00dfe \u00dcbersichtstafeln<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-eb33a2a elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"eb33a2a\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d3e449a\" data-id=\"d3e449a\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-313e138 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"313e138\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4>I &#8211; \u201eMuseen sind die lebendigsten Orte der Welt. Man k\u00f6nnte sagen, sie sind eine Ansammlung von Menschen.\u201d Fernand Ouellette<\/h4><p>Seit der Gr\u00fcndung des Louvre Ende des 18. Jahrhunderts h\u00f6ren Museen nicht auf, sich neu zu erfinden. Ihre Rolle geht weit \u00fcber die Ausstellung von Werken hinaus: Sie k\u00fcmmern sich um ein Erbe, das allen geh\u00f6rt. Sie bewahren es auf, erforschen es, geben es weiter und machen es zug\u00e4nglich. Heutzutage wird diese Aufgabe durch neue Dimensionen bereichert, die Forschung, kulturelle Vermittlung und Zugang f\u00fcr so viele Menschen wie m\u00f6glich vereinen.<\/p><p>Auf internationaler Ebene definiert der Internationale Museumsrat (ICOM) das Museum als dauerhafte und inklusive Institution im Dienst der Gesellschaft. In Frankreich regelt das Kulturerbegesetz die Funktionen eines Museums und erinnert daran, dass ein Museum auch die Aufgabe hat, den Besuchern Wissen zu vermitteln und sie zu unterhalten. Hier unterscheidet sich das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou von anderen Museen. Als Museum, das von einem Verein verwaltet und ma\u00dfgeblich von seinen Besuchern und F\u00f6rderern finanziert wird, versucht es, diese Aufgaben voll und ganz zu erf\u00fcllen und gleichzeitig ein einzigartiges Erbe aufzuwerten: Die Arbogast-Sammlung, die dem Wodu gewidmet ist.<br \/>Die st\u00e4ndige Ausstellung \u201eWodu, der etwas andere Blick auf die Dinge\u201c zeigt 220 St\u00fccke, aber mehr als 1200 Objekte ruhen in unserem Depot, das vollst\u00e4ndig neugestaltet wird. Depots sind weit davon entfernt, nur einfache Aufbewahrungsorte zu sein. Sie sind das lebendige Herzst\u00fcck der Museen: Dort werden Sammlungen aufbewahrt, erforscht und dokumentiert und dort werden sie f\u00fcr zuk\u00fcnftige Ausstellungen vorbereitet. Au\u00dferdem sch\u00fctzt man dort empfindliche Werke f\u00fcr kommende Generationen.<\/p><p>So verbindet das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou Aufbewahrung und Weitergabe, Wissen und Emotionen, indem es jedem die einzigartige M\u00f6glichkeit gibt, ein seltenes Erbe und einen Zeugen von Kulturen kennenzulernen, die auch heute noch Anklang finden.<\/p><h3>II &#8211; \u201eGl\u00fccklich, wem es gelang, den Grund der Dinge zu erkennen\u201d<br \/>Vergil<\/h3><p>Das kulturelle Gebiet Adja-Tado zwischen Ghana, Togo, Benin und Nigeria gilt als historische Wiege des afrikanischen Wodu. Diese Kultur stammt aus dem heiligen K\u00f6nigreich Tado, das im 11. Jahrhundert gegr\u00fcndet wurde. Sie konnte sich dank Migration, der Gr\u00fcndung von K\u00f6nigreichen wie Allada, Ouidah, Dahomey oder Porto-Novo und dem st\u00e4ndigen Austausch mit benachbarten Bev\u00f6lkerungsgruppen entfalten. Als Kult von Naturgeistern und g\u00f6ttlichen Vorfahren hat sich Wodu immer flexibel gezeigt, indem er Einfl\u00fcsse der Yoruba und lokale Neugestaltungen mit einbezieht. Ab dem 16. Jahrhundert \u00fcberquerte der Wodu durch den Sklavenhandel den Atlantik. Dadurch entstanden neue Formen wie der Vaudou in Haiti, Santer\u00eda oder Candombl\u00e9, w\u00e4hrend der Wodu eine lebendige Tradition bleibt.<br \/>Die Arbogast-Sammlung ist Teil dieser komplexen Geschichte. Sie wurde ab den 1970er Jahren zusammengetragen und stammt aus den Jagdreisen von Marc Arbogast sowie Begegnungen mit Wodu-Priestern in Nigeria. Die gesammelten St\u00fccke haben verschiedene Urspr\u00fcnge: Objekte, die vor mit der Christianisierung zusammenh\u00e4ngenden Zerst\u00f6rung gerettet wurden, K\u00e4ufe bei Hounon und Bokonon, Tausche zwischen Sammlern oder in neuerer Zeit Spenden von Familien aus Benin und Togo. Doch es bleibt schwierig, die Herkunft jedes Objektes mit Sicherheit nachzuvollziehen: Diese langwierige und kostenintensive Forschung geht schrittweise voran. Au\u00dferdem bem\u00fcht sich das Museumsteam, eine m\u00fcndliche Kultur darzustellen, die mehr als zehn Sprachen umfasst, was die Forschung und \u00dcbersetzung f\u00fcr die Vermittlung schwer macht.<\/p><h3>III &#8211; Gekreuzte Blicke<\/h3><p>Die Sammlung des Museums wirft bei unseren Besuchern regelm\u00e4\u00dfig Fragen auf, und zwar aus mehreren eng miteinander verbundenen Gr\u00fcnden. Tats\u00e4chlich stellt sie eine andere Weltanschauung dar, die mit komplexen, tiefgr\u00fcndigen Themen verbunden ist, die das Innerste ber\u00fchren: Spiritualit\u00e4t, Magie, Heilkunde, die Geschichte des Sklavenhandels\u2026 Aber unsere Objekte machen die Menschen auch aufgrund ihrer Natur neugierig: Da sie schwer einzuordnen sind, k\u00f6nnen sie anhand verschiedener Perspektiven interpretiert werden: Die der Religiongeschichte, der Kunstgeschichte, der Anthropologie oder des Gl\u00e4ubigen\u2026 Letztlich verwirren diese Objekte die Menschen, weil sie schwer zu verstehen sind: Sie sind weder G\u00f6ttheiten im engeren Sinne noch einfache Objekte. Vor allem sind sie Sammelbecken f\u00fcr die Kr\u00e4fte, die es erlauben, mit der unsichtbaren Welt in Kontakt zu treten.<br \/>Aus diesem Grund bringt die Sammlung Menschen auf nat\u00fcrliche Weise dazu, die Herkunft und die Heiligkeit dieser Artefakte zu \u00fcberdenken, aber gleichzeitig auch die Rolle eines Museums als Ort des interkulturellen Dialogs und der Vermittlung.<br \/>Die aktuellen Debatten um die R\u00fcckgabe von Objekten, die aus ihrem urspr\u00fcnglichen Kontext entfernt wurden, unterstreichen die Komplexit\u00e4t dieses Themas. Sie umfassen historische, politische und symbolische Dimensionen und hinterfragen den Zugang zum Kulturerbe, die Konservierungsbestimmungen und die Legitimit\u00e4t der Empf\u00e4nger. In diesem Zusammenhang kann ein und dasselbe Objekt als Kunstwerk, rituelles Zeugnis oder lebendiges Wesen verstanden werden. Obwohl es von internationalen diplomatischen Spannungen weit entfernt ist, nimmt das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou in Stra\u00dfburg voll und ganz an diesen \u00dcberlegungen teil.<\/p><p><br \/>Seine Objekte, die aus tierischen, pflanzlichen, mineralischen und manchmal menschlichen Materialien bestehen, haben Ablagerungen von Opfergaben, die sie zu \u201elebendigen\u201c und sich entwickelnden Objekten machen. Wenn sie ins Museum kommen, erstarren diese Objekte, was materielle, ethische und spirituelle Fragen aufwirft, insbesondere wenn es um menschliche Knochen und Sch\u00e4del geht. Letztere verk\u00f6rpern die andauernde Gegenwart der Vorfahren und verweisen auf die Auffassung vom Tod im Wodu, wo die Grenze zwischen sichtbarer und unsichtbarer Welt durchl\u00e4ssig ist.<br \/>Das Museum, das sich in einem Geb\u00e4ude mit r\u00e4umlichen Einschr\u00e4nkungen befindet und begrenzte finanzielle Mittel zur Verf\u00fcgung hat, ist sich dieser Herausforderungen bewusst und bevorzugt trotzdem einen respektvollen Ansatz in der Aufbewahrung, ohne sich der Illusion des dauerhaften Fortbestandes hinzugeben. Das Museum hat sich die Dokumentation, die Weitergabe und den Dialog zur Aufgabe gemacht und verbindet so kulturelle, \u00f6kologische und interkulturelle Themen. Auf diese Art und Weise tr\u00e4gt es dazu bei, Museumspraktiken neu zu erfinden. Das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou in Stra\u00dfburg zeigt so, wie eine vereinsgef\u00fchrte Institution wissenschaftliche Genauigkeit, Feinf\u00fchligkeit und Offenheit zusammenbringen kann, indem es die lebendige, symbolische und kulturelle Dimension seiner Sammlungen wertsch\u00e4tzt.<\/p><p>\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-860dad4 elementor-widget-divider--view-line elementor-widget elementor-widget-divider\" data-id=\"860dad4\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"divider.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-divider\">\n\t\t\t<span class=\"elementor-divider-separator\">\n\t\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-99bc9a0 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"99bc9a0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Die ausgestellten Werke<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-3ddba5f elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"3ddba5f\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-4f440b2\" data-id=\"4f440b2\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-61ee027 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"61ee027\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"262\" height=\"164\" data-src=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TOFJI.png\" class=\"attachment-large size-large wp-image-14256 lazyload\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 262px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 262\/164;\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-a1d2c68\" data-id=\"a1d2c68\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0c3f818 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"0c3f818\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4>TODJIHOUN AUF EINEM KROKODIL<\/h4><p><br \/><em>20. Jahrhundert<\/em><br \/><em>Holz, Pflanzen, Flaschenk\u00fcrbis, Knochen, Farbe, Seile, Metall, Kaurimuscheln.<\/em><br \/><em>H. 39,9cm x B. 107cm x T. 25cm<\/em><br \/><em>Inv. Nr.: 1465<\/em><br \/><em>Gef\u00f6rdert durch die Soci\u00e9t\u00e9 des Amis des Arts et des Mus\u00e9es de Strasbourg<\/em><\/p><p><br \/>Der Gott Atchakpa besitzt die Macht \u00fcber das S\u00fc\u00dfwasser und wird als Krokodil dargestellt. Hier tr\u00e4gt er einen Einbaum auf seinem R\u00fccken und repr\u00e4sentiert damit die Reise der Wassergeister au\u00dferhalb des Wassers.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-ffd49c8 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"ffd49c8\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-6bee938\" data-id=\"6bee938\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-25afd4f elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"25afd4f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4>Papa Dansou<\/h4><p><br \/><em>20. Jahrhundert<\/em><br \/><em>Holz, Acrylfarbe.<\/em><br \/><em>H. 64 cm x B. 46 cm x T. 52 cm <\/em><br \/><em>Inv. Nr.: 1142 <\/em><br \/><em>Gef\u00f6rdert durch die Soci\u00e9t\u00e9 des Amis des Arts et des Mus\u00e9es de Strasbourg<\/em><\/p><p><br \/>Dansou oder Papa Dansou ist ein m\u00e4nnlicher Wodu mit \u00e4hnlichen Eigenschaften wie Mami Wata. Er hat drei K\u00f6pfe wie die Trimurti, die Dreieinigkeit im Hinduismus. Eines seiner Gesichter ist in die Vergangenheit gerichtet, ein anderes in die Gegenwart und ein letztes in die Zukunft.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7f00f48\" data-id=\"7f00f48\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6e94fab elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"6e94fab\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"195\" height=\"268\" src=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/DENSOU.png\" class=\"attachment-large size-large wp-image-14254\" alt=\"\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-38a1a2f elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"38a1a2f\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d01b674\" data-id=\"d01b674\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e0ca1c8 elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"e0ca1c8\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"183\" height=\"283\" data-src=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/MAMI.png\" class=\"attachment-large size-large wp-image-14257 lazyload\" alt=\"\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 183px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 183\/283;\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-525b8cc\" data-id=\"525b8cc\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d562fd6 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"d562fd6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4>Mami Wata\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<\/h4><p>20<em style=\"font-size: 16px;\">Jahrhundert<\/em><\/p><p><em>Holz, industrielle Farbe.<br \/>H. 63 cm x B. 30 cm x T. 28 cm <\/em><\/p><p><em>Inv. Nr. : 0833 <\/em><\/p><p><em>Gef\u00f6rdert durch die Bank Cr\u00e9dit Mutuel Saint-Jean<\/em><\/p><p>Wodu der Ozeane, des \u00dcberflusses und des materiellen Reichtums. Der Name von Mami Wata kommt von Mother Water. Diese G\u00f6ttin wird oft als Meerjungfrau dargestellt oder als sch\u00f6ne junge Frau, die die Schlange Dan Ayidow\u00e9do schwingt. Sie ist eine Ahnen-Gottheit aus Ouidah, Quelle des \u00dcberflusses und Verbindung der drei Elemente Erde, Luft und Wasser. Ihr ambivalenter Charakter erlaubt es ihr, Fischer zu besch\u00fctzen, aber zugleich auch St\u00fcrme zu entfachen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-ad8dd4b elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"ad8dd4b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-8f2d7aa\" data-id=\"8f2d7aa\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a307cc3 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"a307cc3\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h4>Legba<\/h4><p><em style=\"font-size: 16px;\">20 Jahrhundert<\/em><\/p><p><em>Holz, Tierkiefer, Seil.<\/em><\/p><p><em style=\"font-size: 16px;\">95cm x B.30cm x T.30cm<\/em><\/p><p><em>Inv. Nr.: 1422 <\/em><em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><\/p><p><em>Gef\u00f6rdert durch EFH Distribution\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p><p>Er ist der Wodu-Bote zwischen den Menschen und den G\u00f6ttern, wie Hermes. Er ist listig und unberechenbar, tut, was er will, und ver\u00e4ndert sogar manchmal die zu \u00fcbermittelnde Botschaft. So \u00fcberpr\u00fcft er die Aufrichtigkeit der Menschen, die ihn um Hilfe bitten. Manchmal wird er mit dem Kopf eines Hundes dargestellt, manchmal auch mit H\u00f6rnern.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d99ba47\" data-id=\"d99ba47\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-669f02d elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"669f02d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" width=\"283\" height=\"331\" data-src=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/LEGBA.png\" class=\"attachment-large size-large wp-image-14255 lazyload\" alt=\"\" data-srcset=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/LEGBA.png 283w, https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/LEGBA-256x300.png 256w\" data-sizes=\"(max-width: 283px) 100vw, 283px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 283px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 283\/331;\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-e0fb52c elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"e0fb52c\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-70ff1fb\" data-id=\"70ff1fb\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5296a79 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"5296a79\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">detaillierte Texte<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-826ba90 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"826ba90\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-d2fd432\" data-id=\"d2fd432\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-cd78a61 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"cd78a61\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>I) Museen und Naturschutz<\/h3><h4>A) Museen und ihre Funktion<\/h4><p><em>\u201eDas Museum muss die Weiterentwicklung der gro\u00dfen Reicht\u00fcmer der Nation an Zeichnungen, Gem\u00e4lden, Skulpturen und anderen Kunstdenkm\u00e4lern darstellen. So wie ich es sehe, muss das Museum Fremde anziehen und ihre Aufmerksamkeit fesseln. Es muss den Menschen die sch\u00f6nen K\u00fcnste schmackhaft machen, Kunstliebhaber unterhalten und K\u00fcnstlern als Schule dienen. Es muss der ganzen Welt offenstehen.\u201c<\/em><\/p><p>Brief des damaligen franz\u00f6sischen Innenministers Roland an den Maler Jacques-Louis David, 17. Oktober 1792.<\/p><p>Diese Ende des 18. Jahrhunderts formulierte Vision legte den Grundstein f\u00fcr die wichtige Rolle, die das Museum in unserer Gesellschaft \u00fcbernehmen soll. Heutzutage hat sich diese Aufgabe erheblich erweitert und ist breiter geworden. Sie beinhaltet nun neue Dimensionen und Verantwortungen. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Fragen \u00fcber die grundlegenden Funktionen eines heutigen Museums wie das unsere. Diese Aufgaben, die das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung sind, sind vielf\u00e4ltig: Sie umfassen die Erhaltung des Kulturerbes, die wissenschaftliche Forschung, die Weitergabe von Wissen sowie die kulturelle Vermittlung. Aber bevor wir die konkreten Abstufungen untersuchen, stellt sich zuvor eine Frage: Was ist ein Museum und welche Funktionen hat es? Auf internationaler Ebene hat der Internationale Museumsrat (ICOM) eine zeitgem\u00e4\u00dfe und ma\u00dfgebende Definition vorgeschlagen: \u201e<em>Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. \u00d6ffentlich zug\u00e4nglich, barrierefrei und inklusiv, f\u00f6rdern Museen Diversit\u00e4t und Nachhaltigkeit.\u201c <\/em>Diese allgemeine Definition findet in unterschiedlichen nationalen Kontexten konkrete Abstufungen. Im Gegensatz zu einem Gro\u00dfteil unserer nationalen Museen wird das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou von einem nicht gewinnorientierten Verein verwaltet und ist deshalb von einem fragilen Wirtschaftsmodell abh\u00e4ngig. Heute wird das Museum zu weniger als 10 % durch Subventionen finanziert und muss deshalb durch Ticketverk\u00e4ufe und Spenden unserer F\u00f6rderer*Innen und Besucher*Innen unterst\u00fctzt werden.<\/p><p>National sind die Organisation und der Betrieb von musealen Einrichtungen durch mehrere gesetzliche Bestimmungen und Verordnungen gemeinsam geregelt, die im vierten Buch des franz\u00f6sischen Kulturerbegesetzes zusammengefasst sind. Dieses Kulturerbegesetz enth\u00e4lt eine Definition eines Museums und seiner Aufgabe: <em>\u201e<\/em><em>Als Museum gilt (&#8230;) jede st\u00e4ndige Sammlung aus Gegenst\u00e4nden, deren Erhaltung und Ausstellung von \u00f6ffentlichem Interesse sind und die zum Zweck der Wissensvermittlung, Bildung und Unterhaltung der \u00d6ffentlichkeit organisiert ist.\u201c<\/em> In \u00dcbereinstimmung mit den rechtlichen Grunds\u00e4tzen im Museumssektor m\u00f6chte unser Museum eine dauerhafte Aufgabe erf\u00fcllen, die die gemeinsame Grundlage aller Museen in Frankreich darstellt. Diese Aufgabe beinhaltet die gr\u00fcndliche Aufbewahrung, die sorgf\u00e4ltige Restaurierung, die eingehende Erforschung sowie die kontinuierliche Erweiterung der Sammlung, f\u00fcr die wir verantwortlich sind.<\/p><p>\u00a0Dieses Ziel wird erg\u00e4nzt durch die Entwicklung und Umsetzung von Bildungs- und Kulturvermittlungsma\u00dfnahmen, die allen Besuchern einen gerechten Zugang zu Kultur erm\u00f6glichen sollen. In unserem bescheidenen Rahmen m\u00f6chten auch wir aktiv zum Fortschritt des Wissens und der Forschung in unserem Feld beitragen. Dar\u00fcber hinaus ist ein Kulturort wie ein Museum ein besonders geeigneter Tr\u00e4ger f\u00fcr die F\u00f6rderung grundlegender Werte wie Offenheit gegen\u00fcber anderen, dem Teilen und Toleranz, womit das Museum \u00fcber seine begrenzte Funktion der Wahrung von Kulturerbe hinausgeht. In dieser Hinsicht misst das Museumsteam dem kulturellen Austausch eine gro\u00dfe Bedeutung bei und arbeitet im Rahmen unseres kulturellen und wissenschaftlichen Programms intensiv mit Forschern, K\u00fcnstlern, Institutionen und Amtstr\u00e4ger*Innen aus Westafrika zusammen. Letztlich ist ein Museum auch ein Ort der Emotionen, wo sich die Figuren heiliger Kunstobjekte zusammenfinden und wo feinf\u00fchlige Interaktionen zwischen den Werken, den Besucher*Innen und den repr\u00e4sentierten Kulturen entstehen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p><p>Elise Matt-Gehringer<\/p><p>\u00a0<\/p><h4>B) Das Depot: Ein unsichtbares, aber unverzichtbares Herzst\u00fcck<\/h4><p><strong style=\"font-size: 20px;\">\u00a0<\/strong><\/p><p>Die Verwaltung der gesamten Sammlung eines Museums st\u00fctzt sich zum Gro\u00dfteil auf spezielle R\u00e4ume, die als \u201eDepote\u201c bezeichnet werden. Diese spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung und der Aufwertung unseres Kulturerbes. Unter \u201eDepot\u201c versteht man speziell eingerichtete und gesicherte R\u00e4ume, in denen die nicht \u00f6ffentlich ausgestellten Sammlungen aufbewahrt werden.<\/p><p>Durchschnittlich werden nur 5 bis 20 % der Objekte eines Museums \u00f6ffentlich ausgestellt. Der Rest \u2013 zwischen 80 und 95 % \u2013 wird vor Blicken gesch\u00fctzt im Depot aufbewahrt. Diese technischen R\u00e4umlichkeiten sind unabdingbar f\u00fcr ein gut funktionierendes Museum. Sie sind keineswegs unver\u00e4nderliche Orte, sondern sie sind ein aktiver Teil der Verwaltung, Erforschung und Erhaltung des Kulturerbes. Nicht alle Objekte k\u00f6nnen dauerhaft ausgestellt werden. Manche sind zu empfindlich, andere passen nicht in die Logik einer Sonderausstellung. Wieder andere warten darauf, erforscht, restauriert oder einfach besser verstanden zu werden. Sie sind im Depot nicht in Vergessenheit geraten, sondern sie sind in einer anderen Form der musealen Existenz, die Teil einer zirkulierenden und langfristig gedachten Logik ist.<\/p><p>Die st\u00e4ndige Ausstellung \u201eWodu, der etwas andere Blick auf die Dinge\u201c zeigt 220 Objekte und doch stellt sie nur einen kleinen Teil der Arbogast-Sammlung dar, die aus \u00fcber 1500 einzigartigen St\u00fccken besteht, die im Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou aufbewahrt werden. Ein bedeutender Teil dieser Sammlung bleibt so im Depot, im Verborgenen und der breiten \u00d6ffentlichkeit allgemein nicht zug\u00e4nglich.<\/p><p>Lebendiges Depot<\/p><p>Depots sind nicht einfach nur passive Lagerorte. Sie erm\u00f6glichen die Aufbewahrung und Erforschung von Objekten durch deren Sammlung, Identifizierung und Registrierung sowie deren Verwaltung, um alle Arten der Verbreitung \u2013 z. B. durch Ausstellungen, Ver\u00f6ffentlichungen oder Veranstaltungen \u2013 zu erleichtern.<\/p><p>Sie m\u00fcssen deshalb zug\u00e4nglich, organisiert und aktiv bleiben, damit der schnelle Einsatz der Werke f\u00fcr Forschung, Restaurierungen, Leihgaben oder neue Ausstellungen erm\u00f6glicht wird. Es geht darum, mit den Einschr\u00e4nkungen der Objekte, ihren Materialien, dem Zustand des Erhalts, ihren besonderen Bed\u00fcrfnissen sowie der Bed\u00fcrfnisse des Museumsteams umzugehen. Es ist eine wahre Kunst, das Gleichgewicht zwischen den Erfordernissen des Kulturerbes, r\u00e4umlichen Gegebenheiten und menschlichen Verpflichtungen zu finden.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p><p>Au\u00dferdem unterh\u00e4lt das Depot eine organische Verbindung mit den Mitarbeiter*Innen des Museums \u2013 Verwalter*In, Restaurator*In, Konservator*In \u2013, die sein t\u00e4gliches Leben gew\u00e4hrleisten. Verwalter*In organisiert die R\u00e4ume, plant das Bef\u00f6rdern von Objekten und sorgt f\u00fcr ihren sicheren Transport. Restaurator*In schaltet sich ein, um Zustandsberichte zu erstellen, schwierige Entstaubungsarbeiten durchzuf\u00fchren und empfindliche Materialien zu stabilisieren. Was den\/die Konservator*In betrifft, so untersucht und dokumentiert er die St\u00fccke und ordnet sie in ihren wissenschaftlichen und kulturellen Kontext ein. Fotograf*Innen und Dokumentalist*innen bereichern die Erinnerung an die Sammlungen durch Fotokampagnen und Inventarisierungen.<\/p><p>Depots sind ebenso berufliche Begegnungsorte, in denen technisches Wissen, materielle Kulturen und lebendige Erinnerung aufeinandertreffen. Sie bieten Raum f\u00fcr Forscher*Inen oder Studenten*Innen, die gekommen sind, um Objekte anzuschauen und zu vergleichen, f\u00fcr Museumspartner*Innen, die gekommen sind, um St\u00fccke als Vorbereitung f\u00fcr Leihgaben zu begutachten, oder auch f\u00fcr Praktikant*Innen, die in Konservierungs- und Verwaltungstechniken ausgebildet werden. So erscheinen Depots wie wahre Orte voller Leben, in denen technisches Wissen, materielle Kulturen und lebendige Erinnerung aufeinandertreffen.<\/p><p><span style=\"font-size: 20px;\">\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\"font-size: 20px;\">Matt-Gehringer und C. Elsensohn<\/span><\/p><p><strong style=\"font-size: 20px;\">\u00a0<\/strong><\/p><h3>C) Konservierungstechniken: Jeden Augenblick wachsam sein<\/h3><p>\u00a0<\/p><p>Die Arbeit im Depot erfordert zahlreiche pr\u00e4ventive Konservierungstechniken, um optimale und stabile Bedingungen f\u00fcr die langfristige Erhaltung der Objekte zu gew\u00e4hrleisten. Diese Techniken umfassen mehrere wesentliche Aspekte:<\/p><ul><li>Klimakontrolle (Temperatur und st\u00e4ndige Luftfeuchtigkeitsmessung)<\/li><li>\u00dcberwachung von biologischem Sch\u00e4dlingsbefall (Insekten, Schimmelpilze)<\/li><li>Luftfilterung und Staubschutz<\/li><li>Wenig oder keine Beleuchtung, um die Alterung von Materialien zu vermeiden<\/li><li>Geeignete M\u00f6bel und Verpackungen (Untergrund, Regale, ma\u00dfgeschneiderte K\u00e4sten)<\/li><li>Sicherer Handhabungsablauf (Handschuhe, Protokolle, Transport)<\/li><\/ul><p>Im Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou versuchen wir, all diese idealen Bedingungen zu erreichen. Das ist insbesondere bei einer Sammlung notwendig, die zu einem gro\u00dfen Teil aus organischen Materialien (Holz, Pflanzenfasern, Opfermaterialien) besteht, die extrem empfindlich auf klimatische Schwankungen reagieren.<\/p><p>Das Depot ist ebenfalls ein technisches und wissenschaftliches Zentrum: T\u00e4glich finden dort Fotoaufnahmen, Digitalisierung, Restaurierung, Verpackung und Forschung statt. Zu dieser physischen Bewegung der Objekte kommt eine digitale Bewegung hinzu durch eine gr\u00fcndliche Dokumentierung, die sicherstellt, dass die Sammlung nachverfolgt werden kann und nicht vergessen wird.<\/p><p>\u00a0 Letztlich m\u00fcssen der Standort und die Einrichtung von Depots strengen Sicherheits- und Zugangskriterien entsprechen. Es darf dort keine Risikobereiche geben, w\u00e4hrend gleichzeitig die Bef\u00f6rderung und die Behandlung der Werke m\u00f6glich sein muss. Die Best\u00e4ndigkeit der Umwelt bleibt entscheidend, da pl\u00f6tzliche Schwankungen \u2013 und nicht ein fester Wert \u2013 die gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die verschiedenen Objekte darstellen.<\/p><p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Depots sind wahre Orte der Technik und der Vermittlung, an denen die Objekte und das Team, das f\u00fcr ihren Schutz zust\u00e4ndig ist, konstant miteinander interagieren.<\/p><p>\u00a0\u00a0 Angesichts solcher Anforderungen an die Konservierung und mit einem Projekt wie dem unseren haben sich uns daher wichtige Fragen aufgedr\u00e4ngt, insbesondere: Wie lassen sich der Zugang zur Sammlung und ihre Sicherheit im Depot miteinander vereinbaren? Um darauf antworten zu k\u00f6nnen, haben wir beschlossen, die kanadische Methode REORG zu nutzen, die von der UNESCO unterst\u00fctzt wird und auf zehn Qualit\u00e4tskriterien f\u00fcr die Neuorganisation eines Depots basiert<\/p><p><span style=\"font-size: 20px;\">\u00a0<\/span><\/p><p><span style=\"font-size: 20px;\">C. Elsensohn<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-1d0d76d elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"1d0d76d\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-9e2b930\" data-id=\"9e2b930\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f002718 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f002718\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h3>\u00a0<\/h3><h2>II. Kontextualisierung der Sammlung<\/h2><h3>A) Verbreitungsgebiet der Wodu-Kulte \u2013 Geografie des Gebiets \u201eAdja-Tado\u201c<\/h3><p>Das geografische Gebiet, in dem die Menschen leben, die die Wodu-Religion praktizieren, liegt in Westafrika entlang der K\u00fcste des Golfes von Guinea. <br \/>Das Gebiet erstreckt sich bis tief nach Togo und Benin \u2013 von sandigen, von Lagunen durchzogenen K\u00fcsten im S\u00fcden bis etwa 120 bis 150 Kilometer landeinw\u00e4rts im Norden zwischen dem 6. und dem 8. Breitengrad.<\/p><p>Die Bev\u00f6lkerungsgruppen, die in diesen Gebieten leben, sprechen Sprachen aus der \u201eGruppe der Gbe-Sprachen\u201c, die vom Adja-Gbe abstammen. Diese Sprachen haben sich im Lauf des Kontakts mit anderen Bev\u00f6lkerungsgruppen w\u00e4hrend der gr\u00f6\u00dften Migrationsbewegungen der Adja im 15. und 16. Jahrhundert weiterentwickelt. Die \u201eGruppe der Gbe-Sprachen\u201c ist eine Untergruppe der \u201eKwa-Sprachen\u201c, einer der Zweige der Niger-Kongo-Sprachgruppe.<\/p><p>Das guineische Klima im s\u00fcdlichen Gebiet dieser L\u00e4nder ist tropisch-feucht und umfasst vier Jahreszeiten: Zwei Regenzeiten von M\u00e4rz bis Juli und von September bis November sowie zwei Trockenzeiten von Juli bis September und von Dezember bis M\u00e4rz. Im Lauf dieser letzten Trockenzeit weht ein hartn\u00e4ckiger, trockener und kalter Wind aus der W\u00fcste von Nord-Osten kommend nach S\u00fcden: Der Harmattan.<\/p><p>Die Region wird von einem Wassersystem durchzogen, das von Norden nach S\u00fcden flie\u00dft. Zwischen Togo und Nigeria: Der Haho und der Oti in Togo. Der 350 Kilometer lange Mono, dessen Verlauf einen Gro\u00dfteil der Grenze zwischen Togo und Benin bildet, m\u00fcndet in Grand-Popo in den Atlantik. Der Couffo speist am Ende seines Verlaufs den Ah\u00e9m\u00e9-See. Der Ou\u00e9m\u00e9 ist schlie\u00dflich der l\u00e4ngste Fluss mit 450 Kilometern. Er bekommt mehr Wasser durch den Fluss Zou und hat zwei M\u00fcndungen: Eine in der Bucht von Porto-Novo und die andere im Nokou\u00e9-See. Diese Wasserl\u00e4ufe spielten zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine entscheidende Rolle beim Waren- und Personenverkehr.<\/p><p>Die Lagunen hinter der sandigen K\u00fcste sind in einem System organisiert, dessen wirtschaftliche Bedeutung f\u00fcr die im 15. und 17. Jahrhundert dort lebende Bev\u00f6lkerung entscheidend war. Diese stammte vom Adja Plateau, das sich rund um die heilige Stadt Tado befindet und sich spitz zulaufend Richtung S\u00fcden bis dicht zur Stadt Lokossa erstreckt. Dieses System deckt fast die gesamte L\u00e4nge der K\u00fcstengebiete ab (siehe Karten Fl\u00fcsse und Lagunen).<\/p><p>Landwirtschaft, Eisenv<span style=\"font-size: 20px;\">erarbeitung, Handel und Jagd waren die vier traditionellen T\u00e4tigkeiten, auf denen die Kultur und die Religiosit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung im Gebiet Adja-Tado aufbauten. Tats\u00e4chlich f\u00fchrten diese T\u00e4tigkeiten jahrhundertelang dazu, dass der Lebensunterhalt durch den Austausch mit benachbarten Bev\u00f6lkerungsgruppen, die in der Flussbiegung des Niger verteilt lebten, sichergestellt wurde.<\/span><\/p><p>Dabei trugen die geografischen Gegebenheiten dieses Gebiets \u2013 Klima, Topografie, Hydrografie und Demografie \u2013 zur Verlagerung der Bev\u00f6lkerung sowie der Entwicklung von Handelsformen zwischen den Bev\u00f6lkerungsgruppen bei, um Zugang zu den gro\u00dfen Handelswegen zu Land und zu Wasser, sp\u00e4ter zu den Lagunen und mit der Ankunft der Europ\u00e4er zum Meer zu erhalten.<\/p><p>In diesem Rahmen entwickelten sich religi\u00f6se Einfl\u00fcsse durch den Einfluss von Migration, Machtverh\u00e4ltnissen und Konflikten zwischen Staaten, Einschr\u00e4nkungen (Zugang zu Fl\u00fcssen und zum Meer, Umgehung von schwierigem Gel\u00e4nde wie S\u00fcmpfen, dichten W\u00e4ldern und saisonalen Risiken) im Zusammenhang mit dem Sklavenhandel und sp\u00e4ter mit der kolonialen Ausbeutung der Ressourcen.<\/p><p>JY. An\u00e9zo<\/p><h3>B) Ursprung, Migration und religi\u00f6se Neuzusammensetzung im Gebiet Adja-Tado<\/h3><p>Die Stadt Tado, der heilige Ursprungsort zuk\u00fcnftiger Dynastien, die \u00fcber die Region herrschten, wurde laut Berichten m\u00fcndlicher \u00dcberlieferungen, Schriften der ersten Entdecker und schlie\u00dflich verschiedener ethnohistorischer Studien aus der Zeit nach Beginn des Kolonialismus zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert gegr\u00fcndet. Die Adja sollen von einer aus dem Osten kommenden Migrantengruppe abstammen, deren K\u00f6nig ein Nachfahre des ersten g\u00f6ttlichen K\u00f6nigs der heiligen Stadt und industriellen und wirtschaftlichen Drehscheibe der Yoruba, Ile-Ife, war. Die g\u00f6ttlichen K\u00f6nige von Tado, genannt Anyigban fyo, was \u201eK\u00f6nig der Erde\u201c bedeutet, trugen vom ersten bis zum letzten den Namen Adja. Manche Historiker glauben, dass der altvordere Gr\u00fcnder aus dem Songha\u0457reich im heutigen Niger stammte und seinen Weg \u00fcber die Yoruba-Stadt Oyo fand, bevor er nach K\u00e9tou und dann nach Tado kam. Ein anderer Vorfahr namens Z\u00e2 soll sich von Ouagadougou aus in Tado niedergelassen haben. Diese doppelte Migration zusammen mit der Begegnung mit der einheimischen Bev\u00f6lkerung bildete die Grundlage f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Adja-Bev\u00f6lkerung. (siehe Migrationskarte) Bemerkenswert ist der bedeutende Einfluss der Yoruba auf die kulturellen Grundlagen der Bev\u00f6lkerung im Adja-Gebiet.<\/p><p>Zwischen dem 12. und dem 17. Jahrhundert begannen die Gesellschaften des Kulturraums Adja-Tado von ihrer Hauptstadt aus einen Migrationsprozess in Richtung der Gebiete entlang der Ost- und Westk\u00fcste, wodurch neue politische Einheiten entstanden, wie die K\u00f6nigreiche Nots\u00e9, Glidji, Ouidah, Allada, Dahomey (Hauptstadt Abomey) und Porto-Novo. Dieser Prozess wurde begleitet von einer Umwandlung der religi\u00f6sen Strukturen, die auf dem Kult des \u201eWodu\u201c, kosmischen Wesen, Naturgeistern und als Gottheiten verehrte Ahnen basierte. Die Gottheiten einer Bev\u00f6lkerungsgruppe wurden durch Aneignung, Handel, Heirat oder Eroberungen zu Gottheiten einer anderen Gruppe.<\/p><p>Diese Bewegungen, die durch die Rivalit\u00e4t von Dynastien, Gebietserweiterungen und \u00f6kologischen Druck entstanden, stellten einen Gr\u00fcndungsmoment in der Identit\u00e4tsbildung dieser Bev\u00f6lkerungsgruppen dar, die von da an nach ihrer sprachlichen Verwandtschaft in die Gruppe der Gbe-Sprachen, Adja-Ewe und Adja-Fon unterteilt wurden. (siehe Karte Sprachverteilung)<\/p><p>Die erste Begegnung zwischen den Portugiesen als europ\u00e4ische Katholiken und den Adja-Ofla als afrikanische Wodu-Anh\u00e4nger fand 1472 statt. Bei dieser Gelegenheit gaben die Portugiesen ihre Flagge des \u201eChristusordens\u201c in die Obhut der Adja-Ofla. Im religi\u00f6sen Verst\u00e4ndnis der Adja ist das Meer ein Ort, der den Toten vorbehalten ist. Daher war es ein gro\u00dfer Schock f\u00fcr sie, dass vollkommen lebendige Menschen vom S\u00fcden \u00fcber das Meer kamen; die dar\u00fcber hinaus noch wei\u00df waren und daher vermutlich aus den W\u00fcsten im Norden stammten. Dieses gewaltige Ereignis beeinflusste den Glauben dort f\u00fcr immer.<\/p><p>Ab dem 16. Jahrhundert beg\u00fcnstigte die Anpassungsf\u00e4higkeit des Wodu-Glaubens seine Verbreitung in Amerika und auf den karibischen Inseln, wo er im Kontext der Sklaverei neue Formen annahm. Durch den Kontakt von amerikanischen Ureinwohnern, europ\u00e4ischen Christen und Brasilianern mit spirituellen Str\u00f6mungen entstand eine Vermischung religi\u00f6ser Br\u00e4uche. So entwickelten sich auch die religi\u00f6sen Str\u00f6mungen des kubanischen Santer\u00eda, des Vaudou in Haiti, der Umbanda und des Candombl\u00e9 in Brasilien. Sie alle bewahrten dabei eine starke symbolische Kontinuit\u00e4t mit ihren westafrikanischen Wurzeln.<\/p><p>JY. An\u00e9zo<\/p><p>\u00a0<\/p><h3>C) \u201eSammeln bedeutet, von seiner Vergangenheit leben zu k\u00f6nnen\u201c Albert Camus.<\/h3><p>\u00a0<\/p><p>Die Existenz eines Museums in Frankreich, das westafrikanische rituelle Objekte aus seiner privaten Sammlung ausstellt, wirft zu Recht ethische und politische Fragen auf. Dies ist noch st\u00e4rker gerechtfertigt, da die Sammlung zum Teil durch eine Leidenschaft f\u00fcr die Jagd entstanden ist. Die Reisen von Marc Arbogast reihen sich in ein koloniales Erbe ein, in dem die Jagd eine T\u00e4tigkeit von gro\u00dfer sozialer und symbolischer Dimension war. Von professionellen Safari-F\u00fchrern geleitete Safaris galten nach damaligen Ma\u00dfst\u00e4ben als \u201everantwortungsbewusst\u201c. Au\u00dferdem f\u00fchrten sie eine Vorstellung von Entdeckungsreisen und Ansehen fort, die von ber\u00fchmten Pers\u00f6nlichkeiten wie Roosevelt und Hemingway inspiriert war. Auch afrikanische Eliten machten sich diese Praxis als Zeichen sozialer Unterschiede zu Nutze und manche boten Jagden als Geschenk an, um geleistete Dienste zu entlohnen.<\/p><p><br \/>Auf institutioneller Ebene wurde die Tierwelt als eine Ressource betrachtet, die nach als \u201ewissenschaftlich\u201c angesehenen Prinzipien verwaltet werden sollte. Diese waren von westlichen Schutzmodellen \u00fcbernommen worden, auch wenn die Jagd in vielen l\u00e4ndlichen Gebieten weiterhin schwach reguliert war.<br \/>Manchmal schlugen internationale Jagdverb\u00e4nde wegen \u00dcberjagung und Wilderei Alarm und unterst\u00fctzten die Errichtung von Schutzgebieten finanziell. Auch heute noch steht die \u201elegale\u201c Jagd im Mittelpunkt von Debatten. Die Arbogast-Sammlung muss in diesem besonderen soziohistorischen Kontext verstanden werden. Das zur Sprache zu bringen, soll weder eine Wertung noch eine Verurteilung sein, sondern erkl\u00e4ren, wie solche Sammlungen zustande kommen.<\/p><p>\u00a0 <br \/>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die Quellen der Sammlung vielf\u00e4ltig sind: R\u00fcckgewinnung ritueller Objekte, die nach Jahren der Christianisierung zu verschwinden drohten, direkte K\u00e4ufe oder Spenden von Gl\u00e4ubigen, K\u00e4ufe von anderen Sammlern oder europ\u00e4ischen Kunstgalerien und, seitdem das Museum besteht, Spenden von Nachfahr*Innen von Anh\u00e4nger*Innen, die dieses Erbe sch\u00fctzen wollen.<br \/>Wir m\u00f6chten als privates Museum, das von einem Verein betrieben wird, darauf hinweisen, dass es f\u00fcr uns sehr schwierig bleibt, mit Sicherheit die Herkunft jedes einzelnen der 1500 St\u00fccke der Sammlung zu bestimmen. Die Erforschung der Herkunft ist langwierig und kostspielig (Reisekosten, Gespr\u00e4che mit Spezialisten, Zeit f\u00fcr Niederschriften, Beratung\u2026) und jede Feldforschung hat spezifische Herausforderungen: Die Arbeit mit Wodu hat keine \u00c4hnlichkeit mit der Identifizierung von Berberschmuck, der Entschl\u00fcsselung von Bestattungsriten in Madagaskar oder der Forschung an Dogon-Masken aus Mali.<\/p><p><br \/>Das Konzept der Herkunftsforschung hat nach dem Zweiten Weltkrieg und den von den Nazis geraubten Kunstwerken an Bedeutung gewonnen. Aber vor allem nach dem Jahr 2018 und der Ver\u00f6ffentlichung des Berichts von Felwine Sarr und B\u00e9n\u00e9dicte Savoy (eine von der franz\u00f6sischen Regierung in Auftrag gegebene Studie, die die R\u00fcckgabe von G\u00fctern, die w\u00e4hrend der Kolonialzeit ohne Zustimmung erworben wurden, empfiehlt) wurde diese Frage sehr viel st\u00e4rker diskutiert. Seitdem haben zahlreiche Museen in Europa Forschungsstellen zur Herkunftsforschung eingerichtet. Ihre Arbeit befasst sich mit ethischen, geschichtlichen und politischen Themen und hat nicht allein die R\u00fcckgabe als Ziel: Sie zielt auf eine genauere Kl\u00e4rung des Erwerbskontextes oder eine Zusammenarbeit und eine geteilte Vermittlung zwischen dem Museum und der Gemeinschaft ab.<\/p><p><br \/>Ebenso muss man manchmal akzeptieren, dass die Geschichte eines bestimmten Objektes niemals nachvollzogen werden kann. Die Sch\u00f6pfer dieser Objekte k\u00f6nnen beispielsweise verstorben sein und ihre Nachfahren erinnern sich nicht mehr an m\u00fcndlich \u00fcberlieferte Informationen. Letztlich muss man oft den genauen urspr\u00fcnglichen Standort des Objektes kennen, um seine Geschichte schreiben zu k\u00f6nnen: Durch Bev\u00f6lkerungsbewegungen oder das Verschwinden bestimmter D\u00f6rfer ist es nicht mehr m\u00f6glich, alles herauszufinden.<br \/>Auch wenn Objekte manchmal \u00fcber ihre Herkunft schweigen, so erscheint es uns doch wichtig, nicht nur bei \u00e4sthetischen Beschreibungen zu bleiben. Deswegen geben wir uns M\u00fche, um die Bedeutung der Objekte in der Sammlung zu erkl\u00e4ren und sie zu kontextualisieren. Unser Inventar ist daf\u00fcr ein wertvolles Werkzeug, das uns seit zehn Jahren im \u00dcberfluss zur Verf\u00fcgung steht.<\/p><p><br \/>A. Beck<\/p><h3>D) \u201eEine \u00dcbersetzung ist g\u00fcnstigenfalls ein Echo\u201c<\/h3><p>\u00a0<\/p><p>Dieses Zitat des Schriftstellers Georges Borrow trifft besonders im Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou zu. <br \/>Worte zu verwenden, um eine reiche Philosophie und komplexe Religion zu \u00fcbersetzen, ist keine Kleinigkeit.<\/p><p>Von Beginn an versteht es das Museumsteam als seine Verpflichtung, bei der verwendeten Terminologie besonders aufmerksam zu sein. Tats\u00e4chlich ist es nicht leicht, eine Kultur, die tausende Kilometer entfernt aus einer Vielzahl von Sprachen entstanden ist, ins Franz\u00f6sische, Deutsche oder Englische (unsere Haupt-Vermittlungssprachen) zu \u00fcbersetzen. Das betreffende Gebiet beinhaltet mehr als zwanzig Dialektvarianten, die in sechs bis zehn Gbe-Sprachen aufgeteilt sind (Adja, Fon, Gun, Ew\u00e9, Gen\/Mina\u2026). Zudem muss man hinzuf\u00fcgen, dass all diese Sprachen historisch gesehen eine ma\u00dfgeblich m\u00fcndliche Tradition besa\u00dfen. Manche von ihnen haben heute eine standardisierte Schriftform: Fon hat in Benin eine offizielle Rechtschreibung, aber beispielsweise Mina besitzt weiterhin nur eine sehr eingeschr\u00e4nkte schriftliche Nutzung. Daher gibt es nur wenige verf\u00fcgbare Texte f\u00fcr wissenschaftliche Forschung.<\/p><p>Ebenso ist die Herkunft von Objekten entscheidend daf\u00fcr, auf welche Art und Weise wir \u00fcber sie sprechen. Wenn eine Wodu-Gottheit aus dem Mina-Gebiet stammt, kann man sie nicht zwangsl\u00e4ufig mit bestimmten Gottheiten der Yoruba gleichsetzen. Manchmal ist die Versuchung gro\u00df, das Pantheon und die Praktiken des Kultes zu \u201esynthetisieren\u201c und zu \u201evereinheitlichen\u201c. Aber die allgemeine Verbreitung darf nicht auf Kosten der Genauigkeit der Aussage gehen. Der Vermittler, der Anleiter, der Vortragende \u2013 wie auch immer er bezeichnet wird\u2013 muss diese \u00dcbersetzungsethik im Hinterkopf behalten. Daraus folgt, dass ein umfangreiches Wissen erforderlich ist, um \u00fcber Wodu zu sprechen, ohne ihn zu verf\u00e4lschen. Deshalb antworten wir manchmal aus Aufrichtigkeitsgr\u00fcnden auch lieber, dass wir keine Informationen haben, wenn uns Besucher eine komplexe Frage stellen.<\/p><p>Die Forschung rund um Wodu und die Entscheidungen, die bei der Erarbeitung unserer Lehrmaterialien getroffen werden, sind daher manchmal willk\u00fcrlich und zwangsl\u00e4ufig verbesserungsf\u00e4hig. Sie werden mit dem Wissen und den Kenntnissen, \u00fcber die wir zu einem bestimmten Moment verf\u00fcgen, erstellt und ver\u00e4ndern sich mit der Zeit, entsprechend unserer Forschung, unserer Reisen, den weltweiten Museumstrends und dem Austausch mit unseren Mitarbeiter*Innen. Manche Begriffe und Bezeichnungen werden verbessert, andere verworfen (als einfache Beispiele daf\u00fcr kann man die Begriffe \u201eFetisch\u201c und \u201eEthnizit\u00e4t\u201c nennen, die zu negativ konnotiert sind, um weiterhin in einem Museum passend zu sein).<\/p><p>Wenn man dem schlie\u00dflich noch hinzuf\u00fcgt, dass im Wodu das \u201eWort magisch ist\u201c, dann muss man eine spirituelle Dimension mit einbeziehen. Worte haben typischerweise ihre eigene Kraft: Dank ihnen und dank der magischen Gesten und Zutaten bekommen die Objekte ihre Macht. Eine schlechte \u00dcbersetzung sollte nicht wie eine Entweihung, Gottesl\u00e4sterung oder eine Herabw\u00fcrdigung klingen. Deswegen bevorzugen wir es, unsere Texte regelm\u00e4\u00dfig intern von unseren Mitarbeiter*Innen \u00fcbersetzen zu lassen, die sich mit dem Wodu auskennen (und aus zahlreichen L\u00e2ndern stammen), anstatt dass wir externe Fachleute hinzuziehen<br \/>Wenn also unsere Aussprache und unsere Akzente manchmal nicht die besten sind, um \u00fcber das Wodu-Vokabular zu sprechen, so hoffen wir, dass Sie uns das angesichts all dieser Schwierigkeiten nicht zu \u00fcbel nehmen.<\/p><p>A. Beck<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-907bcc8 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"907bcc8\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-0dd80e2\" data-id=\"0dd80e2\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-066057c elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"066057c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2>III. Gekreuzte Blicke<\/h2><h3>A) Wodu ist \u00fcberall. Er schlummert, aber er stirbt nie.<\/h3><p>Wodu-G\u00f6tter*Innen sind \u00fcberall. All diese Objekte erz\u00e4hlen uns vom Alltag von Bev\u00f6lkerungsgruppen, f\u00fcr die Spiritualit\u00e4t, Magie, Pantheismus und die st\u00e4ndige Pr\u00e4senz der Ahnen durch Erinnerung jeden Moment bestimmen und jede Handlung des Lebens begr\u00fcnden. Alles wird von der unbegrenzten Kraft des Universums gesteuert, die \u201eAsh\u00e9\u201c genannt wird.<br \/>Ambivalente Gottheiten. Wodu-G\u00f6tter*Innen k\u00f6nnen den Menschen an jedem Ort und zu jeder Zeit erscheinen. Deswegen ist es f\u00fcr die Menschen entscheidend, diese Ph\u00e4nomene zu steuern, damit sie eher vorteilhaft als nachteilig sind. Die Menschen versuchen, das zu erreichen, indem sie symbolische Bilder erschaffen, die zur Identifizierung der \u201espirituellen Wesen\u201c dienen, und indem sie besondere Orte einrichten, die f\u00fcr Gottheitenanrufungen geeignet sind: die \u201eH\u00e4user der Wodu-G\u00f6tter*Innen\u201c.<\/p><p>Wodu kann kein Objekt sein. Auch wenn das Objekt eine Darstellung der Wodu-Gottheit ist, so ist es doch nicht die Gottheit selbst. Ihre Darstellung an einem bestimmten Ort besitzt eine mystische, dem Objekt verliehene Energie. Es ist dieser aktive Bestandteil, der auf menschliche Worte reagiert \u2013 die Ash\u00e9 \u2013, welcher die Gegenwart der Gottheit offenbaren kann.<\/p><p>Eine Einordnung. Wodu-Objekte sind h\u00e4ufig Gegenst\u00e4nde der mentalen Projektion au\u00dfenstehender Zuschauer. Da sie die urspr\u00fcngliche Intention des Sch\u00f6pfers nicht kennen, riskieren Zuschauer*Innen eine spekulative Sichtweise. Aus wissenschaftlicher Sicht allerdings k\u00f6nnen alle Einordnungen je nach den Anforderungen und den besonderen Sichtweisen der Historiker*Innen, Kunsthistoriker*Innen, Theologen*Innen, Anthropolog*Innen, Ethnolog*Innen oder Arch\u00e4olog*Innen usw. in Betracht gezogen werden. Man teilt die Objekte ein in Forschungsobjekte, Sammlungsst\u00fccke oder Kunst und entscheidet, ob sie ausgestellt, wegger\u00e4umt oder nur noch zerst\u00f6rt werden. Das macht in diesem Fall die Aufgabe eines\/einer Museumswissenschaftlers\/in nicht einfacher.<br \/>Manchmal schlummert der Wodu. Die Zauber stehen in dieser unsichtbaren anderen Welt zur Verf\u00fcgung, deren Tore sich nur \u00f6ffnen, wenn die richtigen magischen Handlungen, Opfer und Worte verwendet wurden. Um das zu veranschaulichen, denken Sie an die Wunderlampe von Aladin aus den Geschichten von Tausendundeiner Nacht. Hier wird der magische Zauber vom Dschinn verk\u00f6rpert, der seit Jahrhunderten in der Lampe verborgen war und wieder zum Vorschein kommt, nachdem Aladdin an der Lampe reibt. Die richtige magische Geste erweckte den Dschinn und mit ihm all seine Magie.<br \/>Objekte als Zeugen.<\/p><p>Die urspr\u00fcngliche Intention der \u201eErzeuger\u201c dieser Objekte, die eine magische Zusammenstellung verschiedener Materialien sind, besteht nicht darin, \u00e4sthetische Emotionen hervorzurufen, sondern vielmehr spirituelle Emotionen zu schaffen und m\u00f6gliche Interaktionen zwischen unsichtbaren Welten und jenen, mit denen sie Verbindungen herstellen k\u00f6nnen, aufzuzeigen.<\/p><p>Dass diese Objekte in einem Museum und damit weit entfernt von ihrem Ursprungsort vorhanden sind, wodurch sie ihrer urspr\u00fcnglichen Bestimmung entgehen, verlangt von uns, dass wir uns immer die Gr\u00fcnde f\u00fcr ihre Herstellung sowie die kulturellen und religi\u00f6sen Grundlagen, die zu ihrer Entwicklung gef\u00fchrt haben, vor Augen f\u00fchren. Alle Objekte der Sammlung h\u00e4tten ohne ihre magisch-religi\u00f6sen Funktionen und den extremen kreativen Reichtum der Bev\u00f6lkerungsgruppen, die sie hergestellt haben, nicht existieren k\u00f6nnen.<\/p><p>Unter diesen Umst\u00e4nden verpflichtet uns das Wesen der Sammlung selbst dazu, unseren Besucher*Innen, die neugierig auf neue \u00e4sthetische und kulturelle Erkenntnisse sind, die Grenze zwischen den religi\u00f6sen Funktionen als Ausdruck tiefen Glaubens und der gef\u00fchllosen Darstellung im profanen und s\u00e4kularen Raum des Museums, dessen urspr\u00fcngliche Aufgabe frei von jeglicher Religiosit\u00e4t ist, zu definieren und zu zeigen.<\/p><p>JY. An\u00e9zo<\/p><h3><span style=\"font-size: 20px;\">B) Die Bedeutung der R\u00fcckgabe<\/span><\/h3><p><span style=\"font-size: 20px;\">\u00a0<\/span><\/p><p>Die Debatten \u00fcber die R\u00fcckgabe von Kulturg\u00fctern gehen heute \u00fcber die Gegens\u00e4tze zwischen ehemaligen Kolonialm\u00e4chten und Kolonien hinaus. Sie offenbaren eine Vielzahl an historischen, politischen und symbolischen Fragen. Die j\u00fcngsten R\u00fcckgaben von Frankreich an Benin (2021) und von Deutschland an Nigeria (2022) oder auch die griechischen Forderungen nach der R\u00fcckgabe des Parthenon-Frieses veranschaulichen das Ausma\u00df und die Unterschiede der jeweiligen Kontexte. Diese Debatten werfen auch Fragen im Zusammenhang mit dem Zugang zum Kulturerbe, den Konservierungsbestimmungen und der Art und Weise selbst auf, wie die zur\u00fcckzugebenden Objekte zu definieren sind.<\/p><p>Das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou in Stra\u00dfburg ist aktuell als selbstfinanziertes Vereinsmuseum nicht Gegenstand der Bitten um R\u00fcckgabe. Dennoch kann man die Spannungen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit dem Besitz einer au\u00dfer-europ\u00e4ischen Sammlung nicht ignorieren. Die Objekte, die Marc und Marie-Luce Arbogast seit den 1970er Jahren zusammengetragen haben, wurden in verschiedenen Kontexten erworben (siehe Sammeln bedeutet, von seiner Vergangenheit leben zu k\u00f6nnen). Diese Vielfalt macht jede eindeutige Interpretation unm\u00f6glich, doch sie erfordert gr\u00fcndliche Nachforschungen zur Herkunft jenseits von beh\u00f6rdlichen Dokumenten.<\/p><p>Das Museum behauptet nicht, dass es eine definitive Antwort auf die Frage der R\u00fcckgabe geben kann. Es bietet vielmehr einen Raum f\u00fcr Dialog, Hinterfragung und die Bereitstellung verf\u00fcgbarer Informationen. Denn R\u00fcckgabe bedeutet nicht nur die Wiedergutmachung von Ungerechtigkeit, sondern erfordert auch den Umgang mit rechtlichen, politischen und institutionellen Wirklichkeiten, die den betroffenen Gemeinschaften manchmal fremd sind. Die R\u00fcckgabe ist nur ein Weg von vielen: Sie kann mit gemeinsamen Projekten zur Fortf\u00fchrung von Dialog einhergehen oder beispielsweise mit der Schaffung von Museen oder Kulturzentren in Afrika, um auch den Zugang zu westlicher Kunst zu f\u00f6rdern, wenn dies gew\u00fcnscht ist. Ein solcher Ansatz best\u00fcnde nicht darin, jemandem ein bestimmtes Modell aufzuzwingen, sondern er w\u00fcrde eine kulturelle Gegenseitigkeit beg\u00fcnstigen, die auf Respekt und Austausch basiert. Das Risiko bleibt jedoch, dass die zur\u00fcckgegebenen Objekte wieder in schwer zug\u00e4ngliche nationale Strukturen aufgenommen werden, ohne dass sie tats\u00e4chlich ihrer urspr\u00fcnglichen Gemeinschaft zur\u00fcckgegeben werden und sogar in privaten Sammlungen enden, die den Blicken der \u00d6ffentlichkeit verborgen sind.<br \/>Im Fall von Wodu-Objekten sind diese Fragen noch einmal komplexer. Manche Objekte gelten als \u201edeaktiviert\u201c, aber behalten eine symbolische Bedeutung. Die Wahrnehmungen unterscheiden sich zwischen Nigeria, Benin, Togo und Ghana: Manche Forscher sehen Objekte als entweiht an, w\u00e4hrend andere glauben, dass ein Wodu-Objekt immer ein Wodu-Objekt bleibt. Dazu kommt die Angst vor bestimmten m\u00e4chtigen Objekten wie den Oro-Brustplatten oder den Egungun, die selbst in ihrer Herkunftsregion gef\u00fcrchtet sind. Ihr l\u00e4ngerer Aufenthalt in Europa verst\u00e4rkt diese Sorge: Manche Gemeinschaften glauben, dass die Objekte ihre Kraft verloren haben, oder dass sie niemals wieder in einen rituellen Rahmen aufgenommen werden k\u00f6nnen.<\/p><p>Wem sollen die Objekte also zur\u00fcckgegeben werden, wenn die Meinungen auseinandergehen? Wie soll zwischen den verschiedenen Stimmen vermittelt werden? Diese Objekte sind nicht in der Vergangenheit erstarrt: Sie rufen lebendige Erinnerungen sowie Auffassungen der Welt hervor, die noch heute aktuell sind. In diesem Kontext nimmt das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou eine einzigartige Position ein: Die eines unabh\u00e4ngigen Ortes, der offen ist f\u00fcr Nuancen, Kritik und andere Stimmen. R\u00fcckgabe beschr\u00e4nkt sich letztlich nicht auf eine r\u00e4umliche Verschiebung: Sie kann auch bedeuten, dass man andere Denkweisen \u00fcber Zeit, Erinnerung und Weitergabe anerkennt und bereit bleibt, ihnen Geh\u00f6r zu verschaffen.<br \/>A. Niemi und A.C. Gonzalez Palacios<\/p><h3>C) Lebendiges aufbewahren? Probleme in der Ethik und der Wahrnehmung<\/h3><p>Aufgrund ihrer Beschaffenheit stellen die Objekte des Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou eine ganz besondere Herausforderung f\u00fcr die Aufbewahrung dar: Es handelt sich um nicht nur um belebte Artefakte, sondern auch um Objekte, die aus Lebendigem in all seiner Vielfalt hergestellt wurden \u2013 seien das tierische oder menschliche \u00dcberreste. So sind Knochen, Sch\u00e4del, H\u00f6rner, Panzer, Federn, Daunen, Haare oder auch Muscheln ein wesentlicher Bestandteil bei der Herstellung ritueller Wodu-Kompositionen. Dar\u00fcber hinaus ist die Mehrheit der Objekte der Arbogast-Sammlung durch Ablagerungen von Opfermaterialien gekennzeichnet, die sich zuerst \u00fcbereinander lagern, bevor sie selbst Teil der Objekte werden. Infolge von Zeremonien f\u00fchrt die immer neue Hinzugabe dieser Bestandteile (Erde, Pigmente, \u00d6l, Getreidebrei, Alkohol, Tierblut\u2026) dazu, dass die Objekte des Wodu-Kultes zu \u201elebendigen\u201c, oder besser gesagt, sich entwickelnden Objekten werden. Nun beendet aber der \u00dcbergang dieser Objekte, die f\u00fcr rituelle Zwecke geschaffen wurden, in den musealen Raum de facto die st\u00e4ndige Ver\u00e4nderung, die sie ausmacht. In unserem Depot wie auch in unseren Ausstellungen sind die Objekte deshalb in einem Zustand erstarrt, der keine weiteren Zugaben der Materialien zul\u00e4sst, die die Objekte n\u00e4hren sollen. Ihre Aufbewahrung stellt somit aus ritueller Sicht ein Problem in sich dar.<br \/>Aus ethischer Sicht stellen sich ebenso Fragen zur zentralen Rolle, die Opfer im Wodu-Glauben spielen. Welche Haltung soll man gegen\u00fcber der Verwendung von tierischen \u00dcberresten und Blut-Opfern, die zur Ablagerung organischer Materialien f\u00fchren, einnehmen? Es ist nicht einfach, mit Besucher*Innen, die aus Kulturen stammen, in denen diese Praktiken nicht mehr \u00fcblich sind, \u00fcber das Thema der Tieropfer zu sprechen. Bei genauerer Betrachtung ist diese Art von Ritual tats\u00e4chlich in vielen Religionen zu finden, sei es als Opfergaben aus Tierblut, Alkohol, Lebensmitteln, Weihrauch, Kerzen oder Bargeld.<\/p><p>Auch dass die Sammlung menschliche \u00dcberreste enth\u00e4lt, wirft zahlreiche Fragen auf. Diese unterscheiden sich deutlich von tierischen organischen Materialien, da sie nicht aus Opferzeremonien stammen, weil Menschenopfer heutzutage kein Teil des Wodu-Kultes mehr sind. Trotzdem ist die Verwendung von Knochen zur Herstellung von Objekten weiterhin eine g\u00e4ngige Praxis, die sich vor allem durch die magisch-religi\u00f6se Kraft erkl\u00e4ren l\u00e4sst, die diese den Objekten verleihen. Diese Praktiken m\u00fcssen dennoch in ihren urspr\u00fcnglichen kulturellen Kontext eingeordnet werden. Dieser hat eine ganz andere Beziehung zum Tod und zu sterblichen \u00dcberresten als der westliche Kontext.<br \/>Bei den Knochen veranschaulichen die Sch\u00e4del diesen Unterschied besonders gut. In der westlichen Vorstellung sind Sch\u00e4del h\u00e4ufig mit negativen Assoziationen verbunden und ihre Verwendung ist allgemein ein Tabu (auch wenn das nicht immer der Fall war). Im Gegensatz dazu geht die Verwendung von Sch\u00e4deln in religi\u00f6sen Wodu-Praktiken und beim Gedenken \u00fcber ihren rein materiellen Aspekt hinaus. Sie werden im Rahmen von Enthauptungsritualen (die wortw\u00f6rtlich das Entfernen des Kopfes vom K\u00f6rper bedeuten) von den Skeletten der Vorfahren abgenommen. Anschlie\u00dfend werden die Sch\u00e4del gereinigt und dann mit Samen, Kaurimuscheln und Pigmenten geschm\u00fcckt, um die Menschen zu ehren, denen sie geh\u00f6rten. In dieser Kultur, in der der Tod als nat\u00fcrliche Fortsetzung des Lebens und als M\u00f6glichkeit der spirituellen Erweiterung statt als physisches Verschwinden angesehen wird, sind Sch\u00e4del ebenfalls ein Mittel, um sich des Schutzes und der Hilfe derer zu versichern, die den Gl\u00e4ubigen vorausgegangen sind, w\u00e4hrend man ihnen gleichzeitig Ehre erweist. Indem sie zwischen andere stark symbolisch geladene Objekte auf Alt\u00e4re gestellt werden, sind Sch\u00e4del eine M\u00f6glichkeit, die Gegenwart der Vorfahren hier auf der Erde zu festigen und eine Verbindung zwischen der physischen Welt der Lebenden und der unantastbaren Welt der Verstorbenen herzustellen. Die Sch\u00e4del der Arbogast Sammlung sind also weit mehr als Objekte morbider Schaulustigkeit. Sie sind Zeugen dieses anderen Blickes auf das gro\u00dfe Hin\u00fcberschreiten in den Tod.<\/p><p>A. Niemi und M. Mailfert<\/p><h3>D) Das Ende der Objekte bedenken<\/h3><p>In einer Zeit, in der sich kulturelle Institutionen mit einer Vielzahl an Anforderungen konfrontiert sehen (Anforderungen an das Klima, wirtschaftlicher Druck, gesellschaftliche Erwartungen), definieren sich die Praktiken in Museen neu. Die Idee der Konservierung selbst, die lange Zeit als materielles Fortbestehen der Objekte verstanden wurde, steht heute im Konflikt mit den Grenzen unserer Erde. Das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou in Stra\u00dfburg als Vereinsstruktur in einem denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude bildet einen bedeutenden und manchmal widerspr\u00fcchlichen Beobachtungsort f\u00fcr diese derzeitige Neudefinition.<br \/>Gegen\u00fcber der Endlichkeit der Sammlung stellt die Dokumentierung ein grundlegendes Werkzeug f\u00fcr die Weitergabe dar. Die aktuell laufende Digitalisierung der Arbogast-Sammlung zielt darauf ab, die Lebensdauer der Objekte \u00fcber ihr materielles Leben hinaus zu verl\u00e4ngern. Doch auch diese digitale Dokumentierung hat Auswirkungen auf die Umwelt. Digitale Alternativen, Server und Netzwerke sind weit davon entfernt, neutral zu sein, und besitzen einen bedeutenden Energieverbrauch. Das Dilemma besteht also nicht in der Wahl zwischen physischen und digitalen L\u00f6sungen, sondern darin, mit Kenntnis des Themas das richtige Gleichgewicht zu finden.<\/p><p><br \/>Das Museumsgeb\u00e4ude \u2013 ein alter, denkmalgesch\u00fctzter Wasserturm \u2013 hat seine eigenen Grenzen: Es ist nicht klimatisiert und schwer umzubauen. Es ist deshalb sehr schwierig, das Geb\u00e4ude mit international vorgeschriebenen Temperaturregulierungssystemen auszustatten. Diese Diskrepanz zwischen theoretischen Empfehlungen (konstanter Temperatur, kontrollierter Luftfeuchtigkeitsmessung) und der Realit\u00e4t vor Ort f\u00fchrt zu einem st\u00e4ndigen Ringen um Anpassung. Trotz dieser schwierigen architektonischen Rahmenbedingungen hat sich das Museum bem\u00fcht, umweltbewusste Entscheidungen zu treffen: Die Verwendung von energiesparenden LEDs, nat\u00fcrliche Regulierung der Luftfeuchtigkeit und lokale Kreislaufwirtschaft bei der Entwicklung und der Herstellung aller Ausstellungstr\u00e4ger.<\/p><p>Dar\u00fcber hinaus bestehen die Objekte der Sammlung aus lebenden oder leicht verderblichen organischen Materialien. Diese Objekte aus der materiellen Wodu-Kultur sind von Natur aus empfindlich. Ihre \u201eStabilisierung\u201c erfordert oft Behandlungen, deren \u00f6kologische Kosten hoch sind. Deshalb ist es wichtig, sich die Frage der Absicht zu stellen: Geht es darum, die Objekte als leblose Zeugen vergangener Rituale aufzubewahren, oder darum, ihre Ver\u00e4nderung und ihr Verschwinden zu begleiten, indem man die Weitergabe des mit ihnen verbundenen Wissens wertsch\u00e4tzt? Das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou hat sich f\u00fcr Letzteres entschieden: Aufbewahrung ohne Verbissenheit.<\/p><p>Das Projekt, das Museumsdepot der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen, ist eingebettet in eine Logik der Transparenz und der Offenheit. Es hinterfragt die Grenze zwischen Aufbewahrungs- und Ausstellungsraum. Das Projekt macht das Depot zu einem hybriden Ort: zug\u00e4nglich, aber empfindlich; sichtbar, aber eingeschr\u00e4nkt. In diesem Zusammenhang kann man sich die Frage der \u00f6kologischen Verantwortung eines Museums stellen: Es geht nicht nur darum, umweltbewusste Konservierungsarbeit zu leisten, sondern auch darum, einen Diskurs zu f\u00f6rdern, der es erm\u00f6glicht, das Thema der \u00d6kologie auf der bescheidenen Ebene eines Museums voll und ganz in die \u00f6ffentliche Debatte einzubringen. Im Laufe des Jahres 2026 plant das Museum Bildungsworkshops \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge zwischen der Aufbewahrung im Museum und Umweltthemen. Diese sollen unter anderem auf die Einfl\u00fcsse des Klimas auf Sammlungen sowie nachhaltige Restaurierungstechniken fokussiert sein.<\/p><p>A.C. Gonzalez Palacios und M. Hirica<\/p><h3>Schluss<\/h3><h3>\u201eWorte bauen keine Mauern\u201d. Kratinos<\/h3><p>\u00a0<\/p><p>Es ist jetzt elf Jahre her, dass Marie-Luce und Marc Arbogast sich dazu entschieden haben, ein \u201eMuseum\u201c und nicht eine \u201eGalerie\u201c oder einen \u201eAusstellungsort\u201c zu er\u00f6ffnen. Dadurch haben sie sich selbst die schwierigen Aufgaben aufgeb\u00fcrdet, die mit einer musealen Einrichtung einhergehen. Andere Betriebsmodelle w\u00e4ren im Alltag einfacher zu verwalten gewesen, aber sie w\u00e4ren dem Erbe des Wodu an die Menschheit nicht gerecht geworden.<br \/>Die Er\u00f6ffnung eines Museums war die einzig ehrliche und treu ergebene Option f\u00fcr dieses Erbe, das sie verwahren. Marie-Luce und Marc Arbogast taten dies mit K\u00fchnheit, Wagemut und auf ihre eigenen Kosten. Das Museum hat ihnen keine finanziellen Vorteile verschafft und auch heute unterst\u00fctzt uns Marc Arbogast noch in schwierigen Momenten. Marie-Luce und Marc Arbogast taten dies aus Leidenschaft und aus Liebe zum Teilen. Der Schutz dieses Erbes und seine m\u00f6glichst weite Verbreitung durch das Ch\u00e2teau Mus\u00e9e Vodou sind ein gewaltiges Geschenk an gegenw\u00e4rtige und zuk\u00fcnftige Generationen. All das hier w\u00e4re ohne die unerm\u00fcdliche Willensst\u00e4rke und Unterst\u00fctzung von Marie-Luce und Marc Arbogast nicht m\u00f6glich gewesen. Wir m\u00f6chten ihnen an dieser Stelle von ganzem Herzen danken, auch wenn Worte daf\u00fcr nicht ausreichen.<\/p><p>Im \u00dcbrigen spiegelt unser Team die Objekte der Arbogast-Sammlung wider: Es entwickelt sich weiter. Es passt sich an und wird im Lauf der Jahre, der Projekte und der \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse reicher an Erfahrungen. Es ist der lebende Beweis daf\u00fcr, dass Museen keine verschlafenen Einrichtungen sein m\u00fcssen.<\/p><p>Dass wir eine Ausstellung rund um unser Depot und seine Kontroversen machen, ist selbstverst\u00e4ndlich unsere Entscheidung gewesen, aber sie hat sich uns auch aufgedr\u00e4ngt. Das lag zuerst einmal daran, dass wir eine umfassende Umstrukturierung unseres Depots begonnen und diese Gelegenheit genutzt haben, um unser Inventar der Sammlung zu vervollst\u00e4ndigen. Wir haben mehr als 800 Stunden damit verbracht, unsere \u00fcber 1500 Objekte zu reinigen, zu restaurieren, zu beschreiben, zu \u00fcberpr\u00fcfen und neu unterzubringen. Ob sie nun 10 Gramm oder 30 Kilogramm wiegen, sie alle haben f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate und Jahre ihren Platz gefunden: In unserem besuchbaren Depot.<br \/>Weiterhin waren bestimmte Fragen von unseren Besuchern, von Journalisten und von Institutionen zu m\u00f6glicherweise kontroversen Themen Grund f\u00fcr diese Ausstellung. Wir wollten unsere Antworten, Positionen, Hoffnungen, W\u00fcnsche und Grenzen aufschreiben. Dieser Ansatz hat unserem Team ebenfalls die Gelegenheit gegeben, \u00fcber die Bedeutung unserer Berufe, unserer Werte, unserer Fortschritte, unserer Misserfolge und unserer Geschichte zu diskutieren und nachzudenken.<\/p><p>Dieses Museum ist wie ein Eisberg in einem Eisberg. Die dauerhaft ausgestellten Objekte sind nicht mehr als die Spitze im Vergleich zur gesamten Sammlung. Und diese Vielzahl an Objekten ist nichts im Vergleich zur Flut an Wissen, das wir rund um Wodu zusammengetragen haben. Unsere Arbeit ist dazu bestimmt, mit allen geteilt zu werden \u2013 mit Wissenschaftlern, Studenten und Besuchern (deswegen ist unser zuk\u00fcnftiges Online-Inventar so wichtig) \u2013, aber sie wird leider immer noch durch unsere finanziellen Mittel eingeschr\u00e4nkt. Deswegen hoffen wir, dass wir in sehr naher Zukunft unser Inventar durch Reisen in dem Gebiet erweitern und verkannte Objekte identifizieren k\u00f6nnen. Es ist f\u00fcr uns von grundlegender Bedeutung, dass wir weiterhin mit Akteur*Innen des Kultes (Eingeweihte, Praktizierende) sowie politischen Institutionen der betroffenen L\u00e4nder zusammenarbeiten. Es ist befriedigend, Zeuge des Stolzes zu sein, den die Hervorhebung des Wodu-Erbes bei manchen Besucher*Innen aus Westafrika hervorruft.<\/p><p>Ein Wodu-Objekt zu identifizieren ist keine einfache Sache und oft gibt es keine eindeutige Antwort bez\u00fcglich seiner Materialit\u00e4t. Das Gleiche gilt auch f\u00fcr diese Ausstellung: Es gibt keine einfache oder eindeutige Antwort, weil diese Ausstellung eine Schnittstelle verschiedener Weltanschauungen und Zeiten ist. Sie ist eine Ode an verschiedene Sichtweisen und Glaubensgrunds\u00e4tze.<\/p><p>Als Akteur*Innen der Zivilgesellschaft werden wir also weiterhin miteinander sprechen und uns austauschen, um die Mauern einzurei\u00dfen, die uns trennen.<\/p><p>A. Beck<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Licht der Unsichtbaren: die Sammlung ohne Vorhang Sonderausstellung vom 16. Oktober 2025 bis zum 22. Juni 2026 In einem Museum gibt es vom ausgestellten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"site-sidebar-layout":"default","site-content-layout":"","ast-site-content-layout":"default","site-content-style":"default","site-sidebar-style":"default","ast-global-header-display":"","ast-banner-title-visibility":"","ast-main-header-display":"","ast-hfb-above-header-display":"","ast-hfb-below-header-display":"","ast-hfb-mobile-header-display":"","site-post-title":"","ast-breadcrumbs-content":"","ast-featured-img":"","footer-sml-layout":"","ast-disable-related-posts":"","theme-transparent-header-meta":"","adv-header-id-meta":"","stick-header-meta":"","header-above-stick-meta":"","header-main-stick-meta":"","header-below-stick-meta":"","astra-migrate-meta-layouts":"set","ast-page-background-enabled":"default","ast-page-background-meta":{"desktop":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"ast-content-background-meta":{"desktop":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"tablet":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""},"mobile":{"background-color":"var(--ast-global-color-5)","background-image":"","background-repeat":"repeat","background-position":"center center","background-size":"auto","background-attachment":"scroll","background-type":"","background-media":"","overlay-type":"","overlay-color":"","overlay-opacity":"","overlay-gradient":""}},"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-14230","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-non-classe"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.8 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Deutsche Version der Sonderausstellung - Mus\u00e9e Vodou<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"es_ES\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Deutsche Version der Sonderausstellung - Mus\u00e9e Vodou\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Im Licht der Unsichtbaren: die Sammlung ohne Vorhang Sonderausstellung vom 16. Oktober 2025 bis zum 22. Juni 2026 In einem Museum gibt es vom ausgestellten [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Mus\u00e9e Vodou\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-09-22T15:38:01+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-09-30T14:20:44+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TOFJI.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"262\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"164\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"ADELINE BECK\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Escrito por\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"ADELINE BECK\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Tiempo de lectura\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"43 minutos\" \/>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Deutsche Version der Sonderausstellung - Mus\u00e9e Vodou","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/","og_locale":"es_ES","og_type":"article","og_title":"Deutsche Version der Sonderausstellung - Mus\u00e9e Vodou","og_description":"Im Licht der Unsichtbaren: die Sammlung ohne Vorhang Sonderausstellung vom 16. Oktober 2025 bis zum 22. Juni 2026 In einem Museum gibt es vom ausgestellten [&hellip;]","og_url":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/","og_site_name":"Mus\u00e9e Vodou","article_published_time":"2025-09-22T15:38:01+00:00","article_modified_time":"2025-09-30T14:20:44+00:00","og_image":[{"width":262,"height":164,"url":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TOFJI.png","type":"image\/png"}],"author":"ADELINE BECK","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Escrito por":"ADELINE BECK","Tiempo de lectura":"43 minutos"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/"},"author":{"name":"ADELINE BECK","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#\/schema\/person\/2de0a49419d31fee066dbd13635e26fc"},"headline":"Deutsche Version der Sonderausstellung","datePublished":"2025-09-22T15:38:01+00:00","dateModified":"2025-09-30T14:20:44+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/"},"wordCount":8997,"commentCount":0,"publisher":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TOFJI.png","articleSection":["Non class\u00e9"],"inLanguage":"es","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/","url":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/","name":"Deutsche Version der Sonderausstellung - Mus\u00e9e Vodou","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TOFJI.png","datePublished":"2025-09-22T15:38:01+00:00","dateModified":"2025-09-30T14:20:44+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#breadcrumb"},"inLanguage":"es","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"es","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TOFJI.png","contentUrl":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/TOFJI.png"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/deutsche-version-der-sonderausstellung\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Accueil","item":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Deutsche Version der Sonderausstellung"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#website","url":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/","name":"Museo Vud\u00fa","description":"La rencontre avec l&#039;invisible","publisher":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"es"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#organization","name":"Museo Vud\u00fa","url":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"es","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cropped-logo-musee-vodou.png","contentUrl":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/cropped-logo-musee-vodou.png","width":1080,"height":545,"caption":"Mus\u00e9e Vodou"},"image":{"@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/#\/schema\/person\/2de0a49419d31fee066dbd13635e26fc","name":"ADELINE BECK","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"es","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/2e70e6f967f04ef46fb60b2985a31fd00a7376c830e50e08ffbdd770b8d2c0fe?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/2e70e6f967f04ef46fb60b2985a31fd00a7376c830e50e08ffbdd770b8d2c0fe?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/2e70e6f967f04ef46fb60b2985a31fd00a7376c830e50e08ffbdd770b8d2c0fe?s=96&d=mm&r=g","caption":"ADELINE BECK"}}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14230"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14230\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.chateau-vodou.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}